Forschungs- und Entwicklungszentrum Magdeburg

KAT Kompetenzzentrum Ingenieurwissenschaften /Nachwachsende Rohstoffe

Die Entwicklung von Produkten aus Biowerkstoffen (Materialien die in relevantem Maße auf Agrarrohstoffen oder Holz beruhen) sind Schwerpunkt der Forschungsarbeiten des Kompetenzzentrums Ingenieurwissenschaften/Nachwachsende Rohstoffe. Sowohl die Forschungsarbeiten, als auch Aufgaben des Netzwerkmanagements und der Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des KAT werden hier koordiniert.

Interessierten Partnern stellen wir unser Know-how in den Bereichen ressourceneffiziente Rohstoffgewinnung (Kaskadennutzung), Biowerkstoffe und Verarbeitungstechnologien im Rahmen von Kooperationsprojekten zur Verfügung.

Foto KAT

Die wissenschaftlichen Arbeiten zur Charakterisierung und Modifizierung von Rohstoffen werden im modern modern physiko-chemischen Werkstofflabor im durchgeführt.

Die Verbundwerkstoffherstellung und –prüfung erfolgt in der Laborhalle des Instituts für Maschinenbau auf dem Campusgelände. Die Kooperation mit Arbeitsgruppen der Bereiche Werkstoff- und Fertigungstechnik ermöglicht eine effiziente Nutzung vorhandener Geräte und Ausrüstungen.

 

Rohstoffgewinnung und Nachhaltigkeit

Gegenüber fossilen Rohstoffen besitzen nachwachsende Rohstoffe den Vorteil einer hohen Verfügbarkeit. Oft wird jedoch nur ein Teil der Biomasse genutzt, für anfallende Koppelprodukte fehlen vielfach Nutzungskonzepte.
Diesem Problem widmen wir uns in Projekten die eine energetische und stoffliche Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen kombinieren. Grundsätzlich werden hierbei die Einflussfaktoren von der Rohstofferzeugung bis zu den Endprodukten berücksichtigt.

Leiter des Kompetenzzentrums: Dr. Peter Gerth

Foto Leiter des Kompetenzzentrums: Dr. Peter Gerth

Breitscheidstraße 51
39114 Magdeburg

Telefon: 0391-886 4467
Fax: 0391-886 4457
E-Mail: peter.gerth@hs-magdeburg.de

 

Biowerkstoffe

Naturfaserverstärkte Kunststoffe (z. B. PP) sowie Werkstoffe mit Biopolymermatrix (z. B. PLA) bilden gegenwärtig den Schwerpunkt unserer Materialentwicklungen. Für Pressverfahren steht dazu eine eigene Prozessstrecke zur Herstellung und Optimierung dieser Bioverbunde zur Verfügung.

Entwicklungen für Spritzgussanwendungen führen wir grundsätzlich in Kooperation Industriepartnern durch. Dies gewährleistet für die Unternehmen Sicherheit bei der Verfügbarkeit der spritzgussfähigen Halbzeuge (Compounds) sowie eine schnelle Übertragbarkeit der Ergebnisse in die Produktion. Für ergänzende Untersuchungen stehen modern ausgerüstete Labore und innovative Verfahren der zerstörenden und zerstörungsfreien Werkstoffprüfung zur Verfügung.

Innovative Biowerkstoffe die im Rahmen unserer Forschungsarbeiten entwickelt wurden, können in vielen Bereichen – vom der Automobil bis zu Sportartikeln – eingesetzt werden.

 

Maßgeschneiderte Eigenschaften

Jede konkrete Werkstoffanwendung erfordert spezielle Materialeigenschaften. Die Optimierung entsprechend der Beanspruchungssituation im Bauteil ist besonders bei Leichtbauanwendungen erforderlich. Einen Schwerpunkt der anwendungsnahen Forschung im Bereich der Biowerkstoffe bildet daher die Verbesserung der Faser-Matrix-Haftung zur Steigerung der mechanischen Eigenschaften. Darüber hinaus ist die Vermeidung unerwünschter Gerüche bei Naturfaserverbundwerkstoffen für Innenanwendungen ein Thema unserer Arbeiten.